Am 8. Oktober 2026 um 18.30 Uhr: Die KEB Osnabrück bietet in Kooperation mit dem Bistum Osnabrück, dem Bistum Rottenburg Stuttgart, der KEB Tübingen und der Eugen-Biser-Stiftung ein 2,5-stündiges Online Seminar zu Religionssensibler Pflege und Seelsorge an. Ein Schwerpunkt liegt auf den Bedürfnissen von Muslimen.
Zielgruppe sind Pflegekräfte, Seelsorgende, Hospizbegleiter*innen und Interessierte.
Advance Care Planning (ACP) – in Deutschland oft als „Behandlung im Voraus planen“ (BVP) bezeichnet – ist ein strukturierter Gesprächs- und Planungsprozess. Er soll Menschen dabei helfen, ihre Wünsche für zukünftige medizinische Behandlungen und Pflege festzulegen, besonders für Situationen, in denen sie nicht mehr selbst entscheiden können.
Ein Symposium des Zentrums für Gesundheitsethik (ZfG) Hannover betrachtet das Thema aus ethischer Perspektive.
Welche Formen des ACP gibt es?
Was sind Chancen und Grenzen der Anwendung?
Was ist für die zukünftige Implementierung von ACP zu beachten?
Die Veranstaltung ist besonders empfehlenswert für Verantwortliche in Einrichtungen und Diensten der Altenhilfe.
An der Züricher Hochschule für Angewandte Wissenschaften am Institut für Pflege wurde ein Online-Kurs zum Thema Sterbefasten/Freiwilliger Verzicht auf Essen und Trinken erstellt, der kostenlosund zeitlich unabhängig absolviert werden kann. Der Kurs richtetet sich an Gesundheitsfachpersonen sowie an Laien im gesamten deutschsprachigen Raum. Es werden physische und psychische Dimension des Sterbefastens sowie auch ethische und rechtliche Aspekte ausführlich behandelt.
Für die Bearbeitung werden ca. 12 Zeitstunden veranschlagt. HIER geht es zum Kurs.
Das Bistum Osnabrück hat eine Broschüre zu religionssensibler Pflege – Bedürfnisse aus muslimischer Sicht herausgegeben.
Ethische Herausforderungen ergeben sich nicht selten durch kulturelle Unterschiede, die wechselseitig nicht bekannt sind. Das Krankenhaus ist ein zentraler Ort gesellschaftlicher Vielfalt, an dem Menschen mit unterschiedlichen kulturellen, religiösen und biografischen Hintergründen aufeinandertreffen. Insbesondere in Krankheitssituationen gewinnen religiöse und weltanschauliche Überzeugungen für viele Patientinnen und Angehörige an Bedeutung. Ein professioneller, sensibler Umgang mit religiöser Vielfalt ist daher eine wesentliche Voraussetzung für eine patientenorientierte und kultursensible Begleitung im klinischen Alltag.
In stationären Pflegeeinrichtungen und Hospizen stellen Pflegekräfte die größte Berufsgruppe – und Pflegekräfte sind es auch, die den meisten Kontakt mit Patienten/-innen und Bewohnern/-innen haben. Durch die Konfrontation mit Wünschen nach Suizidassistenz befürchten viele Pflegekräfte eine massive Überforderung. Zwei Studien aus Deutschland und Österreich liefern dazu nun aktuelle Zahlen. Für Deutschland wurden in der Studie des Fachjournals „Healthcare“ 558 Mitarbeitende in 32 Hospizen befragt. 4 von 10 befragten Personen lehnen eine eigene Beteiligung an der Suizidassistenz aus persönlichen Gründen ab, allerdings befürworteten auch 7 von 10 befragten die grundsätzliche Option des ärztlich assistierten Suizids. Jeweils 1/3 der Befragten erwartet infolge der Auseinandersetzung mit dem Thema eine starke emotionale Belastung sowie eine deutliche Ausweitung des Arbeitspensums.
In Österreich wurden für das Fachjournal „International Journal of Environmental Research an Public Health“ 145 Pflegekräfte aus Palliativ- und Hospizeinrichtungen befragt. Seit 2022 gilt in der Alpenrepublik das „Sterbeverfügungsgesetz„. Die größte Herausforderung sehen die Befragten darin, dass sie zu wenig auf derlei Anfragen vorbereitet seien. Nur ein Viertel der Befragten gab an, entsprechend qualifiziert zu sein. Bemerkenswert ist allerdings, dass sich 6 von 10 Befragten in die Überlegungen zur Suizidassistenz seitens der Pflegebedürftigen gar nicht eingebunden sehen.
LINK zur Studie für Deutschland LINK zur Studie für Österreich