Gesunde Ethik
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    Buch: Aktuelle Kontroversen in der Medizinethik
    < 1 min

    Bettina Schöne-Seifert, em. Professorin für Medizinethik an der Universität Münster, hat ein neues Buch herausgegeben: Leben, Körper, Tod. Zwölf aktuelle Kontroversen der Medizinethik. Die Autorin beleuchtet zentrale Streitfragen, die Einrichtungen des Gesundheitswesens heute konkret betreffen. In zwölf pointierten Kapiteln behandelt die Autorin Themen wie Suizidhilfe, Organspende, Demenzverfügungen, Optimierungsmedizin oder den Einsatz Künstlicher Intelligenz – stets mit Blick auf die praktischen und normativen Herausforderungen im klinischen Alltag.

    Kurze Fallgeschichten führen jeweils in lebensnahe Dilemmata ein. Darauf folgen fundierte Analysen der ethischen Argumente und eine transparente Darstellung konkurrierender Positionen. Im Mittelpunkt stehen grundlegende Fragen nach Selbstbestimmung, Fürsorge, Verantwortung und den Grenzen medizinischen Handelns. Schöne-Seifert verbindet philosophische Klarheit mit medizinischer Expertise und bezieht zugleich eigene, gut begründete Positionen. Das Buch bietet damit eine fundierte und zugleich gut zugängliche Grundlage für ethische Reflexion in Kliniken, Pflegeeinrichtungen, Ethikkomitees und Leitungsteams.

    Eine anregende Lektüre für alle, die ethische Entscheidungsprozesse im Gesundheitswesen verantwortungsvoll mitgestalten möchten. Das Buch hat 352 Seiten und kostet 28,00 Euro.

    Markus Wellmann

    Februar 23, 2026
    Ethik Bildung, Featured
    Demenz, Geburt, KI, Organspende, Sterbehilfe, Suizid
  • Fortbildung: Todeswünsche in Palliativversorgung

    Fortbildung: Todeswünsche in Palliativversorgung
    < 1 min

    Die Bundesakademie der AWO bietet am 2./3. März 2026 eine zweitägige Online-Fortbildung zum Umgang mit Todeswünschen in der Palliativversorgung an. Zielgruppe sind ehrenamtlich und hauptamtlich Tätige in ambulanten Pflegediensten, stationären Pflegeeinrichtungen, ambulanten Hospizdiensten sowie Hospizen.

    Infos und Anmeldung HIER.

    Markus Wellmann

    Januar 30, 2026
    Ethik Bildung, Featured
    Autonomie, Palliativ, Pflege, Suizid
  • „Medizin und Zeit“: AEM Jahrestagung

    „Medizin und Zeit“: AEM Jahrestagung
    < 1 min

    Die Jahrestagung der Akademie für Ethik in der Medizin findet vom 10.- 12. September 2026 in Oldenburg statt. Ethik-Aktive in Gesundheitseinrichtungen wissen um die hochkarätigen und vielfältigen Angebote im Rahmen der Tagung. Doch auch für Ethik-„Neulinge“ lohnt es sich, einmal vorbeizuschauen – denn diese Veranstaltung zeigt wie kaum eine andere die verschiedensten Facetten der Ethik im Gesundheitswesen.

    Das Programm und Details veröffentlicht die AEM HIER.
    Der Titel der Tagung lautet dieses Mal: „Medizin und Zeit“, unter anderem werden folgende Aspekte betrachtet:

    • Ethische Bedeutung zeitlicher Aspekte in Medizin und Pflege: z. B. Zeitstruktur gesundheitsrelevanter Prozesse wie Erkrankung, Genesung, Fortpflanzung, Altern, Sterben; subjektive Zeiterfahrung, etwa bei psychischen Erkrankungen, chronischem Schmerz oder begrenzter Lebenserwartung; Abwägungen von Lebenszeit und Lebensqualität, z. B. bei geriatrischen Behandlungen, Entscheidungen am Lebensende, Zeitdruck und Zeitknappheit im klinischen Alltag und Auswirkungen auf die Versorgungs- und Lebensqualität; spezifische zeitliche Dynamiken in Notfall-, Intensiv-, Transplantations- oder Palliativversorgung.
    • Einfluss medizinischer und pflegerischer Praktiken auf Zeiterfahrung und -gestaltung: z. B. Bedeutung von Prädiktion, Prävention und Vorausplanung für gesundheitliche Eigenverantwortung; Auswirkungen von Diagnosen, Therapien und Prognosen auf subjektives Zeiterleben und Lebensqualität (z. B. Langzeitüberleben nach Krebs); zeitliche Implikationen gesundheitlicher Vorausverfügungen; Status zukünftiger Personen im Kontext von Reproduktionsmedizin, Genomeditierung oder Embryonenforschung.
    • Stellenwert kollektiver Zeitdimensionen in Medizin und Gesundheitsversorgung: z. B. historische Gerechtigkeit mit Blick auf medizinische Forschung und Praxis in Kolonialismus oder Nationalsozialismus; intergenerationelle Verpflichtungen, etwa im Rahmen der familialen Pflege, der öffentlichen Gesundheitsfürsorge (z. B. Infektionsschutzmaßnahmen in der Pandemie) oder der Verteilung medizinischer Ressourcen zwischen Altersgruppen (z. B. Priorisierung von Kindern und Jugendlichen, Altersrationierung); Verantwortung für die Zukunft  angesichts medizinisch-technischer sowie ökologischer Entwicklungen (z.B. Klimawandel)

    Markus Wellmann

    Januar 29, 2026
    Ethik Bildung, Featured
  • Verdeckte Rationierung: Empfehlung der Ethikkommission für Pflegeberufe

    Verdeckte Rationierung: Empfehlung der Ethikkommission für Pflegeberufe
    < 1 min

    Die Pflege steht angesichts steigender Versorgungsbedarfe und anhaltender Personalengpässe vor erheblichen ethischen und strukturellen Herausforderungen. Verdeckte Rationierungen pflegerischer Leistungen – also das unbemerkte Weglassen oder Kürzen notwendiger Maßnahmen – nehmen zu und gefährden sowohl die Versorgungsqualität als auch die berufsethische Integrität der Pflege. Die Ethikkommission für Berufe in der Pflege Niedersachsen sieht hier dringenden Handlungsbedarf. Ihre aktuelle Empfehlung analysiert Ursachen, Erscheinungsformen und Folgen verdeckter Rationierung aus pflegeethischer Perspektive und formuliert praxisorientierte Impulse: Pflegefachpersonen sollen unterstützt werden, ethisch reflektierte Entscheidungen zu treffen, strukturelle Defizite offen anzusprechen und sich für bessere Rahmenbedingungen einzusetzen. Die Stellungnahme liefert damit eine fundierte Grundlage für die fachliche und berufspolitische Diskussion um Verantwortung und Qualität in der Pflege.

    Zur Empfehlung (Übersichtsseite)

    Markus Wellmann

    Oktober 7, 2025
    Ethik aktuell, Featured
    Featured, Pflege, Pflegeethik, Qualität, Rationierung
  • Sterbewünsche überfordern Pflegekräfte

    Sterbewünsche überfordern Pflegekräfte
    < 1 min

    In stationären Pflegeeinrichtungen und Hospizen stellen Pflegekräfte die größte Berufsgruppe – und Pflegekräfte sind es auch, die den meisten Kontakt mit Patienten/-innen und Bewohnern/-innen haben. Durch die Konfrontation mit Wünschen nach Suizidassistenz befürchten viele Pflegekräfte eine massive Überforderung. Zwei Studien aus Deutschland und Österreich liefern dazu nun aktuelle Zahlen. Für Deutschland wurden in der Studie des Fachjournals „Healthcare“ 558 Mitarbeitende in 32 Hospizen befragt. 4 von 10 befragten Personen lehnen eine eigene Beteiligung an der Suizidassistenz aus persönlichen Gründen ab, allerdings befürworteten auch 7 von 10 befragten die grundsätzliche Option des ärztlich assistierten Suizids. Jeweils 1/3 der Befragten erwartet infolge der Auseinandersetzung mit dem Thema eine starke emotionale Belastung sowie eine deutliche Ausweitung des Arbeitspensums.

    In Österreich wurden für das Fachjournal „International Journal of Environmental Research an Public Health“ 145 Pflegekräfte aus Palliativ- und Hospizeinrichtungen befragt. Seit 2022 gilt in der Alpenrepublik das „Sterbeverfügungsgesetz„. Die größte Herausforderung sehen die Befragten darin, dass sie zu wenig auf derlei Anfragen vorbereitet seien. Nur ein Viertel der Befragten gab an, entsprechend qualifiziert zu sein. Bemerkenswert ist allerdings, dass sich 6 von 10 Befragten in die Überlegungen zur Suizidassistenz seitens der Pflegebedürftigen gar nicht eingebunden sehen.

    LINK zur Studie für Deutschland
    LINK zur Studie für Österreich

    Markus Wellmann

    Oktober 7, 2025
    Ethik Essay, Featured
    Palliativ, Pflege, Suizid

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Katholischer Krankenhausverband
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Markus Wellmann
Knappsbrink 58
49080 Osnabrück
mwellmann@caritas-os.de


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